Facebook Messenger, Instagram & WhatsApp sollen zu einem Messenger verschmelzen
02.02.2019 12:45 Stefan

Facebook Messenger, Instagram & WhatsApp sollen zu einem Messenger verschmelzen

Wenn es nach Facebook-Chef Mark Zuckerberg geht, schrumpft die Anzahl der hauseigenen Messenger in Zukunft von drei auf einen: Ab 2020 sollen die drei Chat-Dienste eine gemeinsame technische Plattform bekommen.

Viele von euch kennen bestimmt das Problem, dass nicht alle Familienmitglieder, Freunde und Bekannte die gleiche Chatplattform benutzen. Mit dem Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram gehören die drei wohl größten Dienste zum gleichen Mutterkonzern, die Nutzer von WhatsApp beispielsweise können aber nicht mit Kontakten chatten, die lediglich den Facebook Messenger verwenden und umgekehrt.

Damit soll in naher Zukunft Schluss sein: Wie die New York Times jetzt berichtete, plant Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Zusammenlegung der Dienste. Instagram, WhatsApp und der Facebook Messenger sollen das gleiche technische Grundgerüst erhalten. Wer dann mit Nutzern anderer Plattformen chatten oder ein Videotelefonat führen möchte, benötigt dann wahrscheinlich nur noch eine einzige App. Alternativ wäre es möglich, dass die dann zusammengerechnet 2,6 Milliarden Nutzer mit ihren Kontakten nach der Umstellung messengerübergreifend schreiben können, indem man in Instagram zum Beispiel nach WhatsApp-Kontakten suchen kann.

Im Bericht der Times ist darüber hinaus zu lesen, dass Zuckerberg den neuen Chat-Dienst ähnlich wie iMessage aufbauen möchte. Der Apple-Messenger erkennt, ob eine Nachricht als SMS oder als iMessage gesendet wird, was hilft Kosten zu sparen, wenn der Chatpartner über ein iPhone oder iPad verfügt. Zudem soll es von Anfang an eine durchgängige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten geben, was der Facebook Messenger im Moment noch nicht unterstützt.

Bis zur Umsetzung von Zuckerbergs Plänen wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Laut der auf der Facebook-Quartalskonferenz bekannt gewordenen Informationen, soll die Umstellung auf keinen Fall vor dem Jahr 2020 erfolgen.


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