Pokémon GO: Teenager findet durch das Augmented-Reality Spiel eine Wasserleiche, Serverüberlastung verzögert die internationale Einführung
09.07.2016 20:23 PBR85

Pokémon GO: Teenager findet durch das Augmented-Reality Spiel eine Wasserleiche, Serverüberlastung verzögert die internationale Einführung

Nintendos erstes richtige Spiel für Smartphones, der Augmented-Reality-Titel Pokémon GO, sprengt alle Erwartungen und entwickelt sich nach kürzester Zeit zu einem großen Erfolg. Das sorgt einerseits für Serverüberlastungen, welche die internationale Einführung verzögert. Durch das Augmented-Reality-Spielprinzip ereignen sich aber auch kuriose Fälle wie in den USA, wo eine Teenagerin statt eines Wasser-Pokemons eine Wasserleiche fand.

Vor einigen Tage veröffentlichte der traditionsreiche japanische Spieleentwickler Nintendo sein erstes richtiges Spiel für Smartphones, nachdem der erste Titel, Miitomo, kein richtiges Spiel ist und eher für Enttäuschung gesorgt hat. Mit Pokémon GO ist das jedoch ganz anders, schon wenige Tage nach der Veröffentlichung ist es ziemlich erfolgreich und sorgt auch für Schlagzeilen und Polizeiwarnungen.

Wie funktioniert Pokémon GO? Als Augmented Reality Spiel nutzt es Kartendienste und die Geräte-Kamera, um in die Umgebung des Spielers Pokémons einzublenden, die auf dem Display dargestellt werden als ob sie sich tatsächlich in der realen Welt befinden würden. Diese kleinen Fantasiemonster gilt es dann einzufangen, zu trainieren und gegen andere Pokémons kämpfen zu lassen.

So gehen nun Spieler von Pokémon GO in der realen Welt auf die Jagd und das Spiel führte so in den USA eine 19-Jährige zu einer Wasserleiche. Das geschah im  US-Bundesstaat Wyoming, wo Shaila Wiggins das neue Spiel in der Nähe eines Flusses ausprobierte und dort ein Wasser-Pokémon einfangen wollte.

Über einen Zaun geklettert und am Flussufer angekommen sah sie dann jedoch in der Realität eine Leiche im Wasser treiben. Laut der örtlichen Polizei ist der Mann wohl durch einen Unfall ertrunken und ist nicht durch ein Verbrechen ums Leben gekommen, wie das örtliche Nachrichtenportal County10 berichtet.

Das ist dabei nicht der erste kuriose Fall im Zusammenhang mit Pokémon GO. In Australien wollten nämlich einige Spieler in die Polizeiwache in Darwin, um dort ein Pokémon mit der Bezeichnung Sandan zu fangen. Die Polizeiwache hat daher auf Facebook einen Hinweis veröffentlicht, in dem sie darauf hinweist, dass zum Fangen des Sandans die Wache nicht betreten werden muss. Außerdem mahnen die Beamten zur Vorsicht, wenn man beim Spielen von Pokémon GO beispielsweise eine Straße überquert.

Serverüberlastung verzögert die internationale Einführung

Derzeit ist das Spiel offiziell nur in Japan, Neuseeland, Australien und den USA erhältlich. Ursprünglich sollte der internationale Start am 10. Juli also morgen erfolgen, doch das wird wohl nichts werden. Wie Niantic-CEO John Hanke gegenüber Business Insider angibt, wurde die internationale Einführung von Pokémon GO erst mal verschoben, bis die eigenen Serverkapazitäten genug ausgebaut sind.

Nintendo entwickelte das Spiel in Zusammenarbeit mit The Pokemon Company sowie Niantic und laut Hanke sorgt der große Ansturm bei zahlreichen Spielern für Login-Probleme. So hat sich Pokémon GO nach nur einem halben Tag zum erfolgreichsten Spiel im US-amerikanischen iOS App Store entwickelt. Auch die In-App-Käufe sprudeln so regelrecht und haben Pokémon GO in den vier Ländern zur finanziell erfolgreichsten Freemium-App werden lassen.

Virenverseuchte APK-Datei im Umlauf

Weil das Spiel noch nicht in allen Ländern verfügbar aber heiß begehrt ist, befindet sich auch die APK-Datei für Android-Geräte im Umlauf. Damit lässt sich das Spiel auch manuell auf einem Smartphone oder Tablet  installieren und davon wird fleißig Gebrauch gemacht. Hier sollte man jedoch Vorsicht walten lassen und gucken, woher man die APK-Datei bezieht.

Wie Androidcentral berichtet, wurde in einer APK-Datei eingebaute Schadsoftware gefunden. Genauer gesagt handelt es sich dabei um das "DroidJack malicious remote access tool", auch bekannt als SandroRAT. Wie es aus der Beschreibung hervor geht, ermöglicht es diese Schadsoftware Angreifern einen vollen Fernzugriff auf das befallene Smartphone zu erlangen und so natürlich auch an sensible Daten zu kommen.

Das Runterladen und Installieren der APK-Datei sollte aber auch aus zuverlässigen Quellen wohlüberlegt sein. Laut einem Gerücht denken Nintendo und Niantic angeblich darüber nach, unautorisierte Spieler nachträglich zu bannen, da diese mitverantwortlich für die Serverüberlastung sind. Unautorisierte Spieler sind demnach natürlich solche, die es in Ländern spielen, wo es noch nicht veröffentlicht wurde, beispielsweise hier in Deutschland.


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