MacBook Pro 2018: Apple veröffentlicht Update gegen Lüfterdrosselung
25.07.2018 13:14 Stefan

MacBook Pro 2018: Apple veröffentlicht Update gegen Lüfterdrosselung

Kurz nach Verkaufsstart machte das MacBook Pro 2018 schon Negativschlagzeilen indem es bei hoher Last in den Hitzeschutzmodus schaltete. Apple hat das Problem nun aufgearbeitet und eine Update für macOS High Sierra veröffentlicht.

Es klingt fast paradox: Man investiert relativ viel Geld in ein neues MacBook, legt noch mindestens 340 Euro dazu um mit dem Intel Core i9 die beste verfügbare CPU zu erhalten und dann regelt diese auf 800 Megahertz herunter und schaltet in den Hitzeschutzmodus wenn man die volle Leistung abrufen möchte.

Der Hardware-Tester Dave Lee war der erste der im Netz auf das Problem aufmerksam machte. Beim Rendern eines Projekts in Adobe Premiere fiel ihm auf dass der Computer verhältnismäßig lange braucht. Im Vergleich war sogar ein älteres MacBook mit Core i7-Prozessor schneller. Als er dann sein MacBook Pro 2018 in den Kühlschrank packte und die Zeit die das Gerät zum Rendern brauchte weniger wurde war ihm klar: Entweder weist sein MacBook Pro einen Defekt auf oder Apple hat alle neuen MacBooks mit diesem Fehler ausgeliefert.

Letzteres war der Fall, immer mehr Tests wurden veröffentlicht die dem MacBook Pro 2018 bescheinigten dass es die Leistung reguliert wenn es zu warm wird. Anscheinend lag der Fehler in der Lüftersteuerung, bzw. der Software welche diese ansteuert denn mit einem Software-Update für macOS High Sierra lässt sich das Problem nun lösen.

Following extensive performance testing under numerous workloads, we’ve identified that there is a missing digital key in the firmware that impacts the thermal management system and could drive clock speeds down under heavy thermal loads on the new MacBook Pro.

Das Update mit der Buildnummer 17G2208 kann direkt über das MacBook Pro 2018 heruntergeladen werden. Alternativ bietet Apple einen separaten Download an. Laut Apple wurde der Fehler von einem fehlenden digitalen Schlüssel in der Firmware des MacBooks verursacht. Betroffen ist im Übrigen nicht nur das Top-Modell sondern alle Varianten des 2018er MacBook Pro - jeder Käufer des neuen Notebooks sollte das Update installieren.


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