China: Klage gegen das iPhone 6 kommt von einem insolventen Unternehmen
23.06.2016 18:52 PBR85

China: Klage gegen das iPhone 6 kommt von einem insolventen Unternehmen

Apple hat vor kurzem vor einem Pekinger Gericht einen Patentstreit um das iPhone 6 und iPhone 6 Plus verloren. Wie nun bekannt wird, ist das klagende Unternehmen samt Mutterunternehmen insolvent und die Patentklage diente laut früheren Mitarbeitern und Investoren mehr als Werbemaßnahme für die eigenen Smartphones, die durch technische Probleme und Missmanagement gescheitert sind.

Vor kurzem hat Apple in China, genauer gesagt in der Hauptstadt Peking, einen Patentstreit verloren. Dieser dreht sich um das Design des iPhone 6 und iPhone 6 Plus, und Apple wird vorgeworfen mit diesen Smartphones ein geschütztes Design des Unternehmens Shenzhen Baili zu verletzten.

Eingereicht wurde die Klage Ende 2014, also kurz nach dem Marktstart der beiden Smartphones, deren Design schon vorher durch Gerüchte und aufgetauchte Komponenten bekannt geworden war. So wird angenommen, dass Shenzhen Baili sich die Rechte auf Basis der aufgetauchten Informationen sicherte um Apple dann nach dem Marktstart des iPhone 6 und iPhone 6 Plus verklagen zu können.

Nachforschungen des Wall Street Journals bringen nun neue Einzelheiten zu dem Fall ans Licht. So existiert das Unternehmen Shenzhen Baili praktisch kaum noch und ist mit dem Mutterunternehmen Digione insolvent. Weder in den ausgeschriebenen Geschäftsadressen von Shenzhen Baili noch unter der Webadresse ist jemand erreichbar. Eine Ausnahme bildet hier nur der Anwalt des Mutterunternehmens, der die Patentklage bestätigt und eine Ausweitung auf das iPhone 6s und iPhone 6s Plus für möglich hält.

Die Frage sei hier nicht, ob beide Unternehmen noch Smartphones herstellen, sondern ob das iPhone das Patent verletze, so der Anwalt Andy Yang. Shenzhen Baili und das Mutterunternehmen Digione sind dabei insolvent gegangen, nachdem die Smartphones der Unternehmen durch technische Probleme wie Überhitzung und eine zu billige Fertigung am Markt scheiterten. Dazu kamen Missmanagement und ein großer Konkurrenzdruck. Laut Kennern beider Unternehmen diente die Klage gegen Apple dabei mehr als eine Werbemaßnahme für die eigenen Smartphones.

Das betreffende Patent von Shenzhen Baili wurde dabei im März 2014 eingereicht, im Zeitraum als das Design des iPhone 6 und iPhone 6 Plus bekannt wurde. Gleichzeitig ist es eher vage in den Beschreibungen, wo von abgerundeten Kanten und einer rückseitigen Kamera in der linken Ecke die Rede ist.


Kommentieren

Noch keine Kommentare
Kommentieren

Weitere News zum Thema

Bekommt das iPhone 2020 ein 5G-Modem von Qualcomm?

Im Moment befindet sich Apple mit Qualcomm in vielen Ländern weltweit in Rechtsstreitigkeiten. Nach einer aktuellen Einschätzung des Finanzunternehmens Barclays könnten die beiden Parteien in Zukunft allerdings wieder gemeinsame Geschäftsbeziehungen aufbauen - zum Beispiel beim Einsatz von 5G-Modems.

weiter lesen »
Benchmarks aufgetaucht: iPhone X & iPhone XS schlagen das Samsung Galaxy S10+

Samsung musste sich schon im letzten Jahr damit zufriedengeben, dass alle neu erschienenen Galaxy-Smartphones im Benchmark von Geekbench vom iPhone X geschlagen wurden. Wie ein aktuelles Benchmark von Slashleaks zeigt, wird auch das kommende Galaxy 10S+ Apple's Zauber nicht brechen.

weiter lesen »
Batterieaustauschprogramm 2018: Apple tauschte 11 Millionen iPhone-Akkus aus

Apple hat 2018 den Akku in elf Millionen iPhones gewechselt. Das ist Rekord, normalerweise lassen pro Jahr nur ein bis zwei Millionen Kunden einen Akkutausch vornehmen. Der Grund für die hohe Zahl: das Ende 2017 ins Leben gerufene Batterieaustauschprogramm, bei welchem man seinen Akku für nur 29 Euro tauschen lassen konnte.

weiter lesen »