iPhone XS 512GB - ca. 134USD mehr Gewinn für Apple im Vegleich zu der 64GB Version
24.09.2018 15:15 AppTickerTeam

iPhone XS 512GB - ca. 134USD mehr Gewinn für Apple im Vegleich zu der 64GB Version

Die von Bloomberg berichteten Daten deuten darauf hin, dass Apple bei den 512 GB Modellen des iPhone XS und iPhone XS Max schätzungsweise rund 134 $ mehr Gewinn pro Telefon erzielt als bei den 64 GB Basismodellen.

Apple berechnet einen Aufschlag von 350$ für das 512 GB-Modell, lautet dem Bericht liegen die Mehrkosten für die Speicherkomponente jedoch bei max. 132USD.

iPhone-Modelle mit größeren Speicherplatz sind für Apple ein einfacher Weg, die Rentabilität der Geräte nochmals zu steigern und wie man es kaum übersehen kann, eine Taktik, welche das Unternehmen seit vielen Jahren verfolgt. Mit der Linie 2018 ist Apple diesen Weg noch weiter gegangen.

Bis zum Zyklus von iPhone 8 und iPhone X im vergangenen Jahr war es für Apple üblich, iPhone-Modelle in drei Speicher-Größen in je 100$-Schritten für jeden Sprung anzubieten. Dies bedeutete, dass man 200 Dollar zusätzlich zum Grundmodellpreis ausgeben müsste, um das maximale Modell zu erhalten.

Im Jahr 2017 bot Apple nur zwei Speicherstufen an: 64 GB und 256 GB. Der Preissprung von 64 GB auf 256 GB betrug jedoch 150 $. Bloomberg sagt, dass Apple ungefähr $107 Gewinn pro Kunde machte,  welche sich für die 256 GB Speicheroption auf iPhone 8 und iPhone X entschieden haben.

Mit dem iPhone XS kostet es $150, von 64 GB auf 256 GB zu wechseln und weitere $200, von 256 GB auf 512 GB.

Aufgrund der einfachen Mathematik bedeutet die teurere 512 GB Version, dass Apple mit den High-End-Modellen mehr Geld verdient als je zuvor. Es wird angenommen, dass die NAND-Flash-Kosten in diesem Jahr ebenfalls gesunken sind, Apple diese Einsparungen jedoch nicht an die Kunden weitergibt. Die Kosten pro Gigabyte sind auch etwas höher als die, welche Samsung für seine Telefone verlangt.

Das iPhone verwendet Nand-Flash-Speicher, um Fotos, Videoclips und die Apps zu speichern. Der Marktpreis dieser Komponente ist nach Angaben von InSpectrum Tech etwa halb so hoch wie vor einem Jahr. Aber Apple gibt die Einsparungen jedoch nicht an die Verbraucher weiter: Der Preis von ca. 78 Cent pro Gigabyte hat sich seit letztem Jahr nicht mehr bewegt. Natürlich nutzt Apple Verträge, um den Preis von Komponenten wie Nand Flash zu fixieren, so dass es möglicherweise noch nicht von den jüngsten Preisrückgängen profitiert. Bisher liegt jedoch der Kundenpreis für ein Gigabyte Speicher auf einem iPhone mehr, als auf einem Samsung Note 9. Samsung Electronics Co. berechnet ca. 65 Cent je Gigabyte, um vom 128GB Note 9 Handy zum 512GB Modell zu wechseln.

Zahlen wie viele Kunden sich für das jeweilige Modell entscheiden, werden von Apple nicht veröffentlicht, daher ist es nicht klar, welcher Anteil der Käufer sich tatsächlich für die teuersten Modelle entscheidet.


Kommentieren

Noch keine Kommentare
Kommentieren

Weitere News zum Thema

Durchgesickerte E-Mails zeigen, dass Apple versucht hat, Qualcomm-Modems auch im iPhone XS/XR zu verwenden

Bloomberg hat geleakte E-Mails erhalten, welche mehr Details über die Beziehung der zwei streitenden Unternehmen aufzeigen, so hatte Apple beabsichtigt Qualcomms-Modems auch in den neuen iPhones zu verwenden.

weiter lesen »
AppTicker.de zeigt in iOS-Apps enthaltene in-App-Käufe inklusive Preisstatistik und Preisalarm an

Es sind immer mehr Apps im App Store, welche sich zwar kostenfrei laden lassen, jedoch erst über die in-App-Käufe die vollständige Funktionalität freischalten. AppTicker.de sorgt für bessere Transparenz und Preisverfolgung.

weiter lesen »
Netflix erhöht die Preise in den USA um bis zu 20 Prozent

Der Preis für Netflix-Abos in Deutschland könnte in Zukunft deutlich höher liegen. In den Vereinigten Staaten hat der Streaminganbieter seine Preise angepasst. Kunden dort müssen für neue Abos knapp 20 Prozent mehr bezahlen als bisher.

weiter lesen »