Weiterverkauf des iPhone 7 & 8 in Deutschland: Qualcomm fordert Geldbuße für Apple
01.02.2019 13:19 Stefan

Weiterverkauf des iPhone 7 & 8 in Deutschland: Qualcomm fordert Geldbuße für Apple

Seit Dezember 2018 gilt in Deutschland ein Verkaufsverbot für das iPhone 7, 8 und das iPhone X, weil Apple mit den Smartphones angeblich Qualcomm-Patente verletzt. Jetzt hat Qualcomm wegen Verstoß gegen die Auflagen eine Geldbuße von Apple gefordert.

Der Dezember war ein schwarzer Monat für Apple. Zuerst hat der Halbleiterhersteller Qualcomm, mit dem Apple schon viele Jahre in Rechtsstreitigkeiten auf der ganzen Welt verwickelt ist, den Verkauf einiger iPhone-Modelle in China verbieten lassen. Dann folgte die Ankündigung, man wolle den Verkauf des iPhone XS, des XS Max und des iPhone XR auch unterbinden lassen.

Zu guter Letzt zog Qualcomm dann kurz vor Weihnachten in Deutschland vor Gericht und erwirkte ein Verkaufsverbot für das iPhone 7, das iPhone 8 und das iPhone X. Im Moment kann man über die deutsche Apple-Webseite nur noch die neuen iPhone-X-Modelle bestellen. Um das Verkaufsverbot durchzusetzen, hinterlegte Qualcomm eine Sicherheitsleistung in Form von Wertpapieren im Gesamtwert von 1,34 Milliarden Euro.

Laut der Auffassung des Klägers dürfte sich das Verbot aber nicht nur auf die Apple Stores und die Apple-Webseite beschränken: Das iPhone 7, 8 und X sollte aus den Regalen von lokalen Händlern wie Mediamarkt, Saturn oder expert komplett verschwinden. Darüber hinaus sah Qualcomm den Geltungsbereich des Verkaufsverbots auch für sämtliche deutschen Online-Shops.

Während Apple den Verkauf über seine eigenen Kanäle sofort nach dem Urteilsspruch stoppte, ging der Abverkauf besagter iPhones bei den anderen Händlern jedoch munter weiter. Qualcomm sieht darin eine Verletzung seiner Rechte. Dan Rosenberg, Berater von Qualcomm, sprach sogar davon, dass Apple absichtlich gegen die Auflagen verstoßen habe und man sich bei Apple „nicht an Gesetzlichkeiten gebunden sieht".

In einem aktuellen Bloombergartikel wird berichtet, dass Qualcomm deshalb jetzt erneut vor Gericht zog und ein Bußgeld vom iPhone-Hersteller fordert. Inwieweit das Gericht auf die Forderung Qualcomms eingeht, ist noch nicht abzusehen.


Kommentieren

Noch keine Kommentare
Kommentieren

Weitere News zum Thema

FaceTime-Gruppenanrufe nach Schließen der Sicherheitslücke immer noch mit Problemen behaftet

Den Ende Januar bekannt gewordenen Bug in FaceTime, über welchen man andere Gesprächspartner ohne deren Wissen abhören konnte, wurde mit dem Update auf iOS 12.1.4 und macOS 10.14.3 behoben. Zahlreiche Nutzer melden jedoch, dass die Gruppenanrufe in FaceTime noch nicht wie gewohnt funktionieren.

weiter lesen »
Vodafone schenkt via DayBoost jedem Kunden 6x 100 GB Datenvolumen
Ab der kommenden Woche hat Vodafone eine ganz besondere Aktion für seine Kunden parat: Bis zum Juli verschenkt der Konzern an alle Kunden sechs Mal seinen DayBoost mit jeweils 100 Gigabyte Datenvolumen.
weiter lesen »
Apple Video: Kommt der Streamingdienst erst im Herbst?
Apple arbeitet schon länger an einem eigenen Video-Streamingdienst, der im Frühling der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Wie jetzt bekannt wurde, könnte Apple den Start der neuen Plattform allerdings bis in den Sommer oder Herbst schieben.
weiter lesen »