iFixit zerlegt das neue iPad Pro und Apple Pencil und entdeckt ein bisher nicht veröffentlichtes Feature
12.11.2018 21:25 AppTickerTeam

iFixit zerlegt das neue iPad Pro und Apple Pencil und entdeckt ein bisher nicht veröffentlichtes Feature

Es hat nicht lange gedauert bis iFixit das neue iPad Pro auseinandergenommen und gründlich untersucht hat. Während das Innere des iPads keine große Überraschung bietet, hat der Apple Pencil scheinbar mehr zu bieten, als man gedacht hat.

Wie erwartet, war es kein einfaches Unterfangen, das neue iPad Pro zerstörungsfrei zu öffnen. Das neue iPad Pro verfügt über schmalere Blenden, geschwungene LCD-Ecken und hochmoderne Technik. Das ist anscheinend das iPad, von dem Apple von Anfang an geträumt hat, leicht zu reparieren ist es allerdings nicht.

Nachfolgend einige Zitate aus dem iFixit-Teardown.

Wir liebten die Erfahrung, den ganzen Kleber durchzuschneiden, um unser erstes iPad zu öffnen und diese Erfahrung haben wir nie vergessen. Es hilft, daran geübt zu sein, aber diese extra dünnen Blenden machen es noch etwas grausamer als sonst. Hitze, Schnitzen, Atem anhalten und hoffen, dass nichts kaputt geht.

Es stellte sich heraus, dass das Gehäuse um den Bleistift-Ladebereich herum etwas dicker ist - wir fingen an, dort zu suchen und bedauerten es schnell.

Auf der anderen Seite sind die Flachbandkabel des Displays in sicherem Abstand zu den Blenden angeordnet, aber auch so verteilt, dass die Entfernung des Displays sehr umständlich ist.

Sowohl die Abdeckung der Logikplatine als auch der Akku waren sehr fest verklebt, was den Zugang zu einer echten Herausforderung machte. iFixit war besonders bestürzt über die Menge an Klebstoff, welche den Akku festhält.

Ein riesiger Fleck Superkleber läuft den ganzen Weg die linke Seite hinunter. Seufzer. Zeit, die Brecheisen herauszuholen.

Wir waren sprachlos. Warum sollte Apple das tun? Wir konnten nur vermuten, dass der Klebstoff zur "Versteifung" da ist.

Apple hob die vier Lautsprecher hervor, iFixit stellte fest, dass jeder Lautsprecher aus einem Tief- und Hochtöner besteht und damit insgesamt acht Treiber zur Verfügung stellt.

Was sofort auffällt, ist das Lautsprecherquartett des iPad. Vier Tieftöner und vier Hochtöner, also insgesamt acht Lautsprecher, ergeben ein Netflix-Kraftpaket - denn selbst Profis brauchen manchmal eine Pause.

iFixit gibt an, dass das Face ID-Modul "die gleiche Basis-Hardware ist, die wir seit dem iPhone X, der Selfie-Kamera und der IR-Kamera gesehen haben - aber in einem leicht modifizierten Formfaktor". iFixit geht jedoch nicht weiter ins Detail. Es wäre besonders gut zu wissen, ob die Fähigkeit, Gesichter sowohl im Hoch- als auch im Querformat zu erkennen, zusätzliche Hardware oder nur Softwareänderungen erfordert. Wenn letzteres der Fall ist, bedeutet das möglicherweise, dass Apple die Funktion in bestehenden iPhones aktualisieren könnte.

iFixit sagte auch, dass dieses iPad mehr Magnete hat als je zuvor in einem früheren Modell.

Das Unternehmen hat auch den neuen Apple Pencil zerlegt. Wie bei dem Vorgänger gibt es keinen zerstörungsfreien Weg hinein, so dass iFixit einen Ultraschallmesser verwenden musste. Dank der geschweißten Stahlschichten im Inneren konnte iFixit nur einige wenige Komponenten offenlegen.

Ein verstecktes Feature

Bei der Zerlegung kam jedoch folgendes zum Vorschein.

Ein großes schwarzes Flachbandkabel erstreckt sich um den Stiftkörper herum und offenbart, was wie ein kapazitives Gitter aussieht!

Dies wird wahrscheinlich verwendet, um Tap-Eingaben zu registrieren, aber dieses Gitter sollte dem Stift helfen zu wissen, wo und nicht nur wann der Nutzer getippt hat. Könnten komplexere Gesten demnächst möglich sein?

Reparaturfähigkeit des neuen iPad Pro

Was die Reparaturfähigkeit des neuen iPad betrifft, so hebt iFixit neben den schlechten auch einige gute Punkte hervor, gibt allerdings insgesamt nur drei von zehn möglichen Punkten.

Der USB-C-Anschluss ist modular aufgebaut und kann unabhängig voneinander ausgetauscht werden.

Das Fehlen einer physischen Home-Taste beseitigt einen gemeinsamen Fehlerpunkt und kann Reparaturen vereinfachen.

Die Batterie ist mit sowohl einfach zu entfernenden Stretch-Release Laschen als auch mit herkömmlichem, nicht entfernbarem Klebstoff gesichert.

Das LCD und das Frontglas sind miteinander verschmolzen - das vereinfacht den Öffnungsvorgang, erhöht aber die Reparaturkosten.

Klebespitzen halten fast alles an Ort und Stelle, was alle Reparaturen erschwert.


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