01.05.2016 17:17 PBR85

Entwickler lässt Windows 95 auf der Apple Watch laufen

Selbst eine Smartwatch wie die Apple Watch ist heutzutage bei weitem leistungsstärker als ein typischer PC Mitte der 90er Jahre. Daher dachte sich der Entwickler Nick Lee, dass er es schaffen kann das mittlerweile über 20 Jahre alte Betriebssystem Windows 95 zum Laufen zu bringen. Mit Hilfe einiger Maßnahmen und Tricks hat es schließlich auch geklappt.

Durch den technischen Fortschritt auf dem Gebiet der Halbleitertechnologie sind heute mobile Geräte wie Smartphones möglich, die Rechenleistungen aufweisen, die vorher nur stationären Computern vorbehalten waren. Mittlerweile erreichen sogar sogenannte Wearables, also direkt am Körper getragene Geräte, Rechenleistungen die in den 90er Jahren von klobigen Desktop-Computern geliefert wurden.

Eines der damaligen Betriebssysteme war Windows 95, welches im Spätsommer 95 auf den Markt kam und das erste Betriebssystem von Microsoft wurde, welches über eine grafische Benutzeroberfläche verfügt. Ein typischer Desktop-PC hatte damals einen Prozessor mit etwa 33 MHz Taktfrequenz und der Arbeitsspeicher lag etwa bei 8 MB, während Festplatten mit 1 GB Kapazität als "High-End" galten. Unser erster PC hatte 1997 dann einen Intel Pentium 1 mit 166 MHz Takt, 32 MB RAM und eine Festplatte mit 2 GB Speicherkapazität.

So ist es heutzutage möglich, dass alte Betriebssysteme wie Windows 95 sogar auf Smartwatches ausgeführt werden können, zumindest stellt es rein von der Rechenleistung kein Problem dar. Das dachte sich auch der Entwickler Nick Lee, der es dann über Umwege geschafft hat, das mittlerweile über 20 Jahre alte Betriebssystem auf seiner Apple Watch zum Laufen zu bringen.

Windows 95 läuft dabei aber natürlich nicht nativ auf der Apple Watch, sondern mit Hilfe eines Emulators und Lee beschreibt die dafür notwendigen Schritte in einem Blogeintrag. Eine der Maßnahmen besteht dabei in einem angeklebten Elektromotor, der durch das Drehen der digitalen Krone die Apple Watch vor dem Einschlafen bewahrt.


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