13.11.2017 10:04

iPhone X - neues Video zeigt wie Face ID sich angeblich austricksen lässt

Mit dem iPhone X hat Apple eine neue Entsperrtechnik mit der Bezeichnung Face ID eingeführt, nun sind zwei Videos aufgetaucht, welche zur Schau stellen, dass Face ID sich angeblich recht einfach überlisten lässt.

Der Homebutton war lange Zeit ein fester Bestandteil der iPhone Silhouette, mit dem iPhone X musste der Homebutton dem größeren Bildschirm weichen, entsprechend musste auch eine neue Technik her, welche es möglich macht das iPhone nicht nur mit dem Entsperrcode zu entriegeln.  So hat Apple die Technik mit der Bezeichnung Face ID entwickelt, welche mit einer TrueDepth-Kamera das Gesicht des Benutzer erfasst und laut Apple sehr zuverlässig und ohne Verwechslung erkennt. Für den Scanvorgang projeziert die Kamera ein Raster aus über 30.000 Lichtpunkten auf das Gesicht des Nutzers und erstellt so ein biometrisches Bild. Um zu verhindern, dass das iPhone durch Fotos entsperrt werden kann wird ein zusätzlicher Tiefensensor verwendet. (Genauere Erklärung zur Face ID haben wir in einem gesonderten Beitrag verfasst.)

Zwei Videos als Beweis

Nun sind im Netz zwei Videos aufgetaucht, welche beweisen möchten, dass Face ID sich viel einfacher überlisten lässt, als eigentlich von Apple behauptet und dazu nicht mal genau gleich aussehende Zwillinge vonnöten sind. Schaut man sich das erste und das zweite Video an so könnte man auf den ersten Blick meinen, dass es wohl tatsächlich so wäre.
Die beiden Brüder im Video haben zwar gewisse Ähnlichkeiten, allerdings auch nicht mehr als das. Der eine trägt volles Haar, der andere ist wohl unfreiwilliger Kurzfrisurträger, man merkt jedoch stark ähnliche Gesichtszüge und eine sehr ähnlich aussehende Brille.

Das iPhone X wird erst durch den ersten entsperrt, anschließend versucht es der zweite. Zuerst ohne die Brille aufzusetzen, so schlägt der Versuch fehl, mit der aufgesetzten Brille wird das iPhone problemlos entsperrt. In Anbetracht dieser Tatsachen könnte man meinen  Face ID würde tatsächlich nicht so zuverlässig funktionieren, wie Apple es zu behaupten versucht. Schaut man jedoch das zweite Video an, achtet genauer darauf was die Brüder machen und kennt die Funktionsweise von Face ID, so stellt man fest, dass Face ID sich doch nicht so leicht überlisten lässt.

Face ID Lernmodus

Wird ein neues iPhone X das erste mal durch den rechtmäßigen Besitzer eingerichtet, so besteht die Möglichkeit die Entsperrung per Face ID einzurichten. Dazu hält der Benutzer das Gerät als würde er ein Selfie machen und bewegt es leicht hin und her, bis das iPhone bestätigt, dass das Gesicht erkannt wurde. Ab dem Zeitpunkt kann Face ID zwar bereits benutzt werden, es verbleibt jedoch noch für eine Zeit lang in einem Lernmodus und versucht das Gesicht des Benutzers immer besser zu erlernen. Wird also kurze Zeit danach versucht das iPhone per Face ID zu entsperren, so versucht Face ID das Gesicht vor der Kamera mit den hinterlegten Gesichtsdaten abzugleichen.
Werden nicht genügend übereinstimmende Punkte erkannt, so schlägt der Abgleich fehl, der Benutzer hat jedoch die Möglichkeit das Gerät mit dem Entsperrcode zu entriegeln und damit auch an Face ID die Bestätigung zu senden, dass es sich immer noch um den rechtmäßigen Besitzer handelt.  Sind die Gesichtsunterschiede nicht zu gravierend und trägt der Benutzer vielleicht sogar eine Brille wie in dem Fall der beiden Brüder, so wird im System vermerkt, dass es sich um eine und die selbe Person handelt. Entsprechend lässt sich das iPhone X durch beide Personen entsperren und es handelt sich auch keinesfalls um eine Fehlfunktion der Face ID.

Was meint ihr dazu? Wir freuen uns über eure Kommentare!


Kommentieren

Noch keine Kommentare
Kommentieren

Weitere News zum Thema

Neues Patent für eine Travel Guitar aufgetaucht

Apple bekommt viele Patentanträge zugeschrieben. Dieses Patent (Nummer 20180053491) beschreibt etwas ganz besonderes.

weiter lesen »
Apple Pay verdoppelt aktive Nutzerzahl
Laut einer Studie von Loup Ventures ist das Wachstum von Apple Pay im Vergleich zum Vorjahr „beeindruckend“ angestiegen. Die Nutzerzahlen verdoppelten sich, aber glaubt die Gruppe um Gene Munster, Doug Clinton und Andrew Murphy, dass nur ca. 16% der iPhone Nutzer den digitalen Bezahldienst aktiviert hat.
weiter lesen »
Apple plant das Kobalt für die Akku Produktion direkt von den Herstellern zu beziehen

Die Lithium-Ionen-Akkus der Apple-Produkte benötigen den Inhaltsstoff Kobalt, der nach Apples Vorstellungen direkt von den Minen gekauft werden soll. Ziel ist es, durch die Vermeidung von Zwischenhändlern, die Unabhängigkeit zu steigern und Kobalt-Engpässe zu verhindern, die durch den wachsenden Bedarf der Automobilindustrie, aufgrund der Entwicklung von Elektroautos, entstehen können, so Bloomberg.

weiter lesen »