microLED-Displays: Apple will Testproduktion noch dieses Jahr starten
24.05.2017 20:43

microLED-Displays: Apple will Testproduktion noch dieses Jahr starten

Laut einem aktuellen Bericht plane Apple die Testproduktion der ersten microLED-Displays noch in diesem Jahr aufzunehmen. Derartige Displays funktionieren im Prinzip genauso wie OLED-Displays, haben jedoch anorganische Leuchtdioden die ein Mehrfaches der Lebensdauer und des Wirkungsgrads gegenüber organischen Leuchtdioden haben.

Interessierten dürfte es bekannt sein, dass Apple seit jeher bei mobilen Geräten auf LCD-Displays setzt, wenn man mal die Apple Watch als Ausnahme außen vor lässt. Die Konkurrenz, speziell Samsung, setzt aber eher auf OLED-Displays. Beide Technologien haben dabei einen entscheidenden Unterschied in der Funktionsweise.

Während bei LCD-Displays eine weiße Hintergrundbeleuchtung durch die LCD-Maske passend zum jeweils dargestellten Bild gefiltert wird, leuchten bei OLED-Displays die Bildpunkte selber. OLED steht dabei für organische Leuchtdioden und diese haben gegenüber anorganischen LEDs den Nachteil, dass die Lebensdauer und der Wirkungsgrad deutlich stärker begrenzt sind.

Wie wären also Displays aus normalen anorganischen Leuchtdioden als Bildpunkte? Genau dieses Ziel verfolgen sogenannte microLED-Displays, an denen Apple seit einiger Zeit forscht, wie wir in den letzten Jahren schon einige Male berichtet haben. Vor knapp zwei Jahren gab es dabei einen Bericht, wonach Apple in Taiwan an derartigen Displays forsche. Diese Arbeiten scheinen nun die ersten Früchte zu tragen, da Apple laut dem Branchenmagazin Digitimes plane noch in diesem Jahr die ersten derartigen Displaymodule zu fertigen.

In der zweiten Jahreshälfte soll die Produktion der ersten microLED-Displays anlaufen, so der Bericht. Genaueres, welche Art Displays und ihre Größe, erfährt man daraus jedoch nicht. Laut früheren Berichten will Apple als erstes microLED-Displays bei der Apple Watch einführen, da die kleine Displaygröße es einfacher macht. Später, wenn es erfolgreicher verlaufen sollte, sollen dann auch größere Geräte wie das iPhone und danach das iPad folgen.


Kommentieren

Noch keine Kommentare
Kommentieren

Weitere News zum Thema

Apple möchte den Austausch von Standortinformationen zwischen iOS-Geräten erleichtern

Apple möchte den Austausch von Standortinformationen zwischen iOS- und watchOS-Geräten vereinfachen. Das Unternehmen hat ein Patent (Nummer 20180091951) für den treffenden Namen "sharing location among devices" erhalten und bezieht sich auf die "Find My Friend" -Funktion auf iPhones und iPads.

weiter lesen »
Patente für augumented und immersive virtuelle Displays für Fahrzeuge aufgetaucht

Apple hat zwei Patente für argumented und virtuelle Displays angemeldet. Das Patent (Nr. 20180089900) bezieht sich auf ein virtuelles Anzeigesystem und das Patent (Nr. 20180089901) bezieht sich auf eine immersive virtuelle Anzeige, welche beide für die Nutzung in Fahrzeugen vorgesehen sind.

weiter lesen »
Apple veröffentlicht Version 4.1 seiner Swift Programmiersprache

Swift ist die Programmiersprache für iOS, macOS, tvOS und watchOS. Die multi-paradigmen Sprache erweitert die Möglichkeiten gegenüber des Vorgängers Objective-C schon seit 4 Jahren, soll diese aber nicht ersetzten. Apple erneuert neben den Betriebssystem auch die Programmiersprache ständig, sodass seit gestern das Update auf die Version 4.1 zur Verfügung steht.

weiter lesen »